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Krebs gemeinsam bewältigen. Wie Angehörige durch Achtsamkeit Ressourcen stärken

Ausgabe:
1. Auflage

Autor:
Dipl.-Psych. Dr. Katja Geuenich

Verlag:
Schattauer Verlag

Preis:
19,99 Euro

Verlag:
978-3-7945-2989-6

Rezension:

Die Belastungen, Ängste, das Wechselspiel der Gefühle, ausgelöst durch die Diagnose Krebs, stellen nicht nur für die Patienten, sondern auch für ihre Partner, Familie und Freunde eine große Herausforderung dar. Wir wissen, dass von einer Krebsdiagnose auch die Angehörigen „betroffen“ sind, wenn auch in einer anderen Weise. Nicht von ungefähr ist der Workshop für Angehörige, der im Rahmen unseres jährlichen DLH-Kongresses angeboten wird, immer mehr als gut besucht. Das Verdienst dieses Buches liegt darin, die Situation eines Angehörigen einfühlsam und von allen Seiten zu beleuchten und auszuloten, wie ein Gleichgewicht zwischen eigener Belastbarkeit und sinnvollen Unterstützungsmöglichkeiten für den Erkrankten erzielt werden
kann, ohne von Scham bzw. Schuldgefühlen gequält zu werden, wenn die eigenen Grenzen erreicht sind. Der Sprachlosigkeit, die sich mitunter aus vielerlei Gründen in Krisensituationen einstellt, soll kein Raum gegeben
werden. In 5 Schritten erläutert die Autorin das sogenannte „Hilfsprogramm“, das ergänzt wird durch Übungsbögen, die kostenlos zum Download bereit stehen. Zusätzlich werden Fallbeispiele vorgestellt und Gleichnisse, um bestimmte Konstellationen zwischen Helfer und Patient zu verdeutlichen. Der Aufbau des Buches ist in sich stimmig und übersichtlich. Und viele Tipps und Anregungen sind zu finden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob Angehörige, die bereits in einer Krisensituation stecken und sich evtl. vorher noch nie mit einer solchen Thematik beschäftigt haben, in der Lage sind, dieses Buch
komplett durchzuarbeiten. Jemand, der sich noch nie bewusst über sein Tun, seine Wünsche und Ziele Gedanken gemacht und gelernt hat, diese zu formulieren,wird es nicht einfach haben, sich auf dieses Buch einzulassen.
Aber wenn auch vielleicht nur einzelne Abläufe und Gedanken dazu verstanden und umgesetzt werden, kann dieses Buch dazu beitragen, die Position des Helfers zu stärken, die Situation gemeinsam mit dem Patienten zu bewältigen, ohne die eigenen Ressourcen gänzlich auszubeuten.

Rezensent(in):
Dr. Inge Nauels, DLH-Patientenbeistand


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