Die Chronische Myelomonozytäre Leukämie (CMML)

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Beschreibung

Autoren: PD Dr. med. Corinna Strupp und Prof. Dr. med. Ulrich Germing, 2021

Die Chronische Myelomonozytäre Leukämie (CMML) ist eine Erkrankung, die von den blutbildenden Stammzellen im Knochenmark ausgeht. Die Diagnose basiert auf einer Vermehrung der Monozyten – einer bestimmten Sorte weißer Blutkörperchen – auf über 1.000 pro Mikroliter im
peripheren Blut, sofern sie zugleich mindestens 10% der weißen Blutkörperchen ausmachen. Weitere Kriterien sind mindestens eine wesentliche Dysplasie-Komponente im Knochenmark (Dysplasie = Fehlgestaltung) und der Nachweis von unreifen weißen Blutkörperchen (Blasten) bis zu < 20% sowohl im Blut als auch im Knochenmark. Im Jahr 1982 wurde die CMML von der Französisch-Amerikanisch-Britischen Arbeitsgruppe (daher die Bezeichnung „FAB-Klassifikation“) den Myelodysplastischen Syndromen (MDS) zugeordnet, weil es bei der CMML zu Knochenmark- und Blutbildveränderungen kommt, die denjenigen bei MDS ähneln. Andererseits gibt es einige Kriterien, in denen sich die CMML wesentlich von den MDS unterscheidet. Dabei geht es u.a. um die Symptomatik, die Blutwerte, den Knochenmarkbefund, die Chromosomen in den betroffenen Zellen, die Prognose, aber auch die therapeutischen Möglichkeiten. Aufgrund der Verschiedenartigkeit einzelner Subgruppen der MDS wurde 1999 von einer Arbeitsgruppe der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) eine neue Klassifikation der MDS vorgeschlagen, welche die Chronische Myelomonozytäre Leukämie zusammen mit der juvenilen Form (JMML) der Gruppe der Myelodysplastischen/Myeloproliferativen Mischformen zugeordnet hat.


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