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29. DLH-Patientenkongress Bad Wildungen: "Persönlicher Austausch vor Ort durch nichts zu ersetzen"

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Bonn, 09.07.2026 – Für manche war es das erste Mal, andere kommen schon seit Jahren immer wieder: Der bundesweite Patientenkongress der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe, der am 4.-5. Juli in Bad Wildungen stattfand, ist für viele von Blutkrebs Betroffene etwas ganz Besonderes. „Eine so persönliche und positive Atmosphäre hatte ich nicht erwartet“, berichtet eine Besucherin mit Follikulärem Lymphom, die zum ersten Mal dabei war. „Ich konnte mich erstmals mit anderen Betroffenen austauschen. Nun fühle ich mich mit meiner Diagnose nicht mehr so allein.“

In Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Campus Marburg, hatte die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt, das bei den mehr als 270 Teilnehmern großen Anklang fand.

Alles andere als trockene Theorie

Der wissenschaftliche Leiter des Kongresses Prof. Dr. Andreas Burchert, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, Campus Marburg, eröffnete die Veranstaltung mit dem Vortrag „Wie funktioniert eigentlich…? Die Entstehung einer Leukämie“. Was ein wenig nach trockener Theorie klingt, entpuppte sich als spannender Ausflug in die Hämatoonkologie. Prof. Burchert verstand es, die Mechanismen der bösartigen Veränderungen in Leukämiezellen sowie auf dieser Grundlage entwickelte, vielversprechende Therapieansätze sehr anschaulich zu vermitteln.

Von KI bis Musiktherapie

Viel Lob gab es auch für die weiteren Programmpunkte, die von krankheitsbezogenen Workshops über Vorträge zu KI in der Hämatologie, Seltenen Erkrankungen und Off-Label-Use, Rehabilitation und Musiktherapie bis zu sensiblen Themen wie Palliativmedizin, Testament und „Sexualität und Krebs“ reichten.

Neben vielen wertvollen Hintergrundinformationen gab es auch ein praktisches Angebot. In drei Musikzirkeln durfte ausprobiert und entdeckt werden, welches Instrument auf dem persönlichen Weg der Krebsbewältigung unterstützen könnte. Die Teilnehmer hatten sichtlich Freude am Klang und am intuitiven Umgang mit den Instrumenten, die Caspar Harbeke von der Musikresonanz-Akademie in Bad Zwesten mitgebracht hatte.

Ein Gefühl der Gemeinschaft

Der DLH-Vorsitzende Rainer Göbel verabschiedete die Teilnehmer, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an alle, die an der Realisierung des Kongresses mitgewirkt hatten: Haupt- und ehrenamtliche Organisatoren, Helfer aus den DLH-Mitgliedsgruppen und die Referenten, die an ihrem freien Wochenende gekommen waren, um mit Begeisterung und Empathie ihr Wissen mit den Besuchern zu teilen. „Wissensvermittlung auf Augenhöhe, viel Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und ein Gefühl der Gemeinschaft machen unseren Patientenkongress aus. Dies ist hier in Bad Wildungen wieder gelungen.“ Und so verabschiedeten sich viele Besucher mit dem festen Vorhaben, beim 30. DLH-Patientenkongress wieder dabei zu sein. Dieser wird am 19 ‑20. Juni 2027 in Regensburg stattfinden.
 

Die Pressemitteilung können Sie nebenstehend herunterladen (PDF).


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