Bei einer akuten Leukämie wird das normale Knochenmark zunehmend von unreifen oder fehlentwickelten Leukämiezellen verdrängt. Diese Zellen teilen sich sehr schnell und unkontrolliert. Im Knochenmark zeigt sich dadurch ein gleichförmiges Bild aus vielen ähnlichen Leukämiezellen. Durch die Ausbreitung der Leukämiezellen wird die normale Blutbildung unterdrückt. Die Folge ist ein Mangel an gesunden Blutzellen, was zu verschiedenen Beschwerden führen kann. Akute Leukämien entwickeln sich rasch. Betroffene erkranken innerhalb weniger Wochen bis Monate und werden häufig völlig unerwartet aus ihrem normalen Leben herausgerissen.
Die Akute Myeloische Leukämie ist die häufigste akute Leukämie in Deutschland; die Betroffenen haben zumeist ein höheres Lebensalter. Die Therapie der Erkrankung hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert; es wird personalisiert mit Bezug auf die molekularbiologischen Eigenschaften der Erkrankung behandelt.
In dem neuen Infoblatt "Akute Myeloischen Leukämie" werden die Krankheit und deren Therapie auf dem aktuellen beschrieben. Die DLH hofft, dass Betroffene in den Infoblatt für sie wichtige Informationen finden.



