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Thema ohne neue Antworten

Sterben ,wann ich es für richtig halte


Autor Nachricht
Verfasst am: 10. 09. 2019 [11:27]
Ritz
Themenersteller
Dabei seit: 08.09.2019
Beiträge: 5
Hallo
ich hoffe das Ihr mir doch einige Antworten geben könnt, da einige von uns , auch Gefahr laufen in absehbarer Zeit zu sterben. Ich habe MCL im 4 Stadium. der Blutkrebs ist damit überall. Ich weiss um die technischen Chancen und Möglichkeiten und bin auch Apsulut bereit meinen Kampf zu Kämpfen. Ich habe junge Kinder, den ich es wünsche doch noch eine Zeit einen Vater zu haben. Und ich selbst wünsche mir auch noch möglichst lange gut zu leben.
Doch da ich nicht weiss wie der Krebs mein Ableben gestalten wird, möchte ich unbedingt vorbereitet sein. Ich habe klare Vorstellungen darüber, wann ich selbst entscheiden werde, wann es Zeit ist zu gehen. Ich habe mich daher, bei verschiedenen Sterbehilfe Institutionen gemeldet und umfangreich informiert. Leider ist es so, das ich nie im leben der Typ war, der monatelange Zettelchen ausfüllt, feste Termine macht und festleg,t nun reise ich. etc. Ich finde das auch für meine Mitmenschen fürchterlich, wenn sie mitbekommen der Vater muss reisen.
Also habe ich entschieden das Medikament Natrium Pentobarbital 15 g ,zu besorgen, was mir die Möglichkeit gibt, selbstbestimmt einzuschlafen, wann und wo ich das möchte und somit einen unnötigen Leidensweg zu verkürzen. Meine Angst mit Ärzten und Verwandten in einer aussichtslosen Situation diskutieren zu müssen ist für mich ein Alptraum.
Schon jetzt bin ich Abhängig, weil meine Ärzte geschlossen eine THC Unterstützung ablehnen und ich mich beim Diehler selber versorgen muss. Hier weiss ich nie was ich bekomme.
Genau so, kann es sich wohl auch verhalten wenn, ich um mein ableben bitten muss und ein Gremium entscheidet und nicht ich.
Nun, Versuche ich im Internet ,das Medikament zu besorgen. Doch dort laufe ich ernsthafte Gefahr ,das ich an die falschen gerate. Schlimmer noch, das das Medikament, dann nicht wirkt oder oder falsch wirkt.
meine Frage wie , wo, in welchem Land komme ich an das Original ,Natrium Pentobarbital.

Im übergingen, werde ich das Medikament an eine Person meines Vertrauens geben um Kurzschluss Reaktionen auszuschließen. die alternative ist eine Pistole, die bekomme ich in jedem Falle, aber ich mag die Gewalttätigkeit nicht, für mich und auch meine Verwandten.
Ich würde mich sehr freuen schon bald Nachrichten zu bekommen, da das Problem eigentlich die letzte Aufgabe ist die ich klären muss um mich dann endlich ganz dem Heilungs / Lebensverlängerung Prozess zu widmen.
lieben Dank
Verfasst am: 09. 11. 2019 [13:03]
lindau
**
Dabei seit: 22.01.2007
Beiträge: 92
Liebe, lieber Ritz,
ich denke so, wie Du, daß es sich kraftvoller und besser leben läßt mit der Energie, die einem die Krankheit läßt, wenn man daran gedacht hat, daß am Ende jemand dafür sorgen sollte, daß es einem gut geht beim Abgang!
Dafür reicht meiner Meinung nach eine Vollmacht für die Person, der man am meisten vertraut, der man zutraut sich einzufühlen, wie man selbst in der Situation enschieden hätte, in der Situation, die man sich in all ihren möglichen Varianten jetzt vielleicht lieber gar nicht vorstellt.
Hat man solch eine Person, was das größte Geschenk des Lebens ist, dann braucht man nicht alle möglchen Schrecklichkeiten durchdenken und kann das vertrauensvoll dieser überlassen.
Hat man keines solche, dann hilft manchen Gottvertrauen, andere ackern sich durch, durch das große Feld der Möglichkeiten, die keinen Spaß machen.
Ich selbst bon Krankenschwester, weiß, es kommt eh immer anders und habe zwei solche Vertrauenspersonen, denen auch ich diese Person bin.
Ich kann Dich trösten, daß mit den heutigen Möglichkeiten der Schmerztherapie und der Hilfe bei Atemnot, oder neurologischer Beschwerden aller Art, geholfen werden kann. Wenn es nicht gelingt, dabei bei Bewußtsein gehalten zu werden, so kann man verlangen, daß dann das Bewußtsein halt nicht mehr erhalten werden soll, daß auch das Leben durch die notwendige Medikation Beschwerden zu behandeln verkürzt werden darf, eine Nebenwirkung, die unsere Gesetzgebung in Kauf nimmt. Weiter geht die Gesetzgebung nicht, aber mir reicht das!
So, damit hast Du mein Statement und Dealer aller ARt sind mir unsympatisch, auch unter der Ärzteschaft. Dealer geht es ums Geld und nicht um Dich!
Grüßle aus Schwaben,
Maria
Verfasst am: 03. 11. 2020 [16:51]
nikol25
Dabei seit: 30.10.2020
Beiträge: 10
Hallo. Grundsätzlich möchte ich nicht mehr viel dazu sagen, da ich finde, dass Lindau es perfekt ausgedrückt und in Worte gefasst hat. Ich habe meinen Eltern auch über das Thema gesprochen, da sie auch als Krankenschwester- und Pfleger tätig sind. Sie sind der selben Meinung wie Lindau. Ich wünsche alles Gute, stark bleiben!

Gemeinsam stark.
Verfasst am: 06. 11. 2020 [13:00]
PMF2SZT
Dabei seit: 06.11.2020
Beiträge: 4
Ich finde, das ist ein sehr wichtiges und leider in unserer Gesellschaft völlig falsch diskutiertes Thema.

Ich selbst habe mir darüber vor meiner 1. SZT sehr viele Gedanken gemacht und bin zu der Überzeugung gelangt, dass ich als Individuum das absolute Recht habe, mein Leben zu beenden, wann immer ich dies wünsche. Dazu ist weder erforderlich, dass ich unheilbar krank bin, noch dass ich unerträgliche Schmerzen erleiden muss.

Leider ist weder unsere Gesellschaft, noch unsere Politik bereit, mir und jedem Anderen, der dies wünscht, diese Entscheidung zuzugestehen. Ganz im Gegenteil: Menschen werden gezwungen, sich vor Züge zu werfen oder andere Methoden zu wählen, die Unbeteiligte in diese persönliche Entscheidung gegen deren Willen einbeziehen. Das ist m.E. in höchstem Masse unfair und unmenschlich. Betroffene werden einfach rücksichtslos gequält und im Stich gelassen (s.a. die Anweisung des amtierenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn an das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)-> Link Tagesspiegel). Das ist wirklich ein Skandal!

Was kann man nun persönlich tun? Der erste und wichtigste Schritt ist eine Patientenverfügung, die nach den heutigen Anforderungen formuliert wurde. Hierzu gibt es entsprechende Vorlagen und Hinweise beim Bundesjustizministerium -> [url=https://www.bmjv.de/DE/Themen/VorsorgeUndPatientenrechte/Betreuungsrecht/Betreuungsrecht_node.html]Link[/url]. Wichtigster Punkt dabei ist der Ausschluss künstlicher Ernährung (mit z.B. einer Magensonde). Es ist natürlich sehr hilfreich, wenn man eine nahe stehende Person hat, die bereit ist, die Patientenverfügung gegen mögliche Widerstände der Ärzteschaft gerichtlich durchzusetzen. Danach hat man dann die Möglichkeit, jederzeit durch die Verweigerung von Nahrung und Flüssigkeit sein Ableben herbeizuführen. Einfacher geht es nicht. Wer sich schon einmal mit Fasten beschäftigt hat, weiss, dass das Hungergefühl recht schnell verschwindet. Die Methode ist sicher, lässt Unbeteiligte aussen vor, und benötigt keinerlei illegale Hilfsmittel oder Methoden. Ausserdem gibt es nicht die Gefahr einer Kurzschlusshandlung, da der Vorgang Zeit benötigt, und man kann jederzeit abbrechen, falls man es sich anders überlegt. So haben es schon unsere Vorfahren gemacht und so machen es heutzutage die alten Leute.

Ich gestehe jedem zu, seine eigene Meinung über dieses Thema zu haben, aber ich gestehe niemandem zu, mir darüber Vorschriften zu machen.

[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 06.11.2020 um 21:47.]

Joachim
(2x alloSZT Uniklinik Ulm 2010 + 2012 wegen PMF)
www.lenaforum.de - DAS Forum für allogene Stammzelltransplantation von Erwachsenen
Verfasst am: 08. 11. 2020 [11:00]
ursinasheilung1985
Dabei seit: 01.11.2020
Beiträge: 11
Hallo Ritz

Ich kann dich da vollkommen verstehen und kann mich da den anderen Kommentaren nur anschliessen.

Es ist sehr schwierig einen Mittelweg zu finden. Dealer sind aber wirklich eine schwierige Angelegenheit, weil wie es Lindau so schön ausdruckt, es ihnen sicherlich nicht um dich und dein Wohlergehen geht.

Als ich mir dein Anliegen durchgelesen habe, ist mir EXIT in den Sinn gekommen. Diese Sterbehilfe in der Schweiz bietet eine sichere Umgebung, wenn man ableben möchte.

Ich wünsche dir alles Gute!

"Krankheit ist ein guter Lehrer." - Tanja Götten
Verfasst am: 15. 11. 2020 [10:09]
PMF2SZT
Dabei seit: 06.11.2020
Beiträge: 4
Habe einen sehr interessanten Artikel zum Thema gefunden, der die Problematik aus aktueller Sicht beleuchtet:

https://www.berliner-kurier.de/berlin/wem-gehoert-mein-leben-und-wem-mein-tod-li.118873

Joachim
(2x alloSZT Uniklinik Ulm 2010 + 2012 wegen PMF)
www.lenaforum.de - DAS Forum für allogene Stammzelltransplantation von Erwachsenen
Verfasst am: 16. 11. 2020 [14:20]
Wolfgang1801
Dabei seit: 12.11.2020
Beiträge: 11
Ich finde es schwierig etwas dazu zu sagen. Aber ich denke schlussendlich sollte es jedem selbst überlassen sein.
Maria hat es wirklich sehr treffend formuliert icon_smile.gif

Ein Lächeln kostet weniger als elektrischer Strom und gibt mehr Licht.
Verfasst am: 25. 11. 2020 [20:02]
sMarek10
Dabei seit: 23.11.2020
Beiträge: 8
Das wirkt alles schon sehr kühl und abgeklärt, was ich natürlich verstehen kann, mich gleichzeitig aber auch bedrückt. Grundsätzlich soll und darf, meiner Meinung nach, jeder Mensch selbst darüber entscheiden, wann und wie er sterben möchte.

lg

Änderungen und Wechsel sind ewig des Menschen Los




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