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Forum » Krankheitsbilder » Niedrigmaligne (indolente) Lymphome
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Alternative Behandlung bei foll.NHL


Autor Nachricht
Verfasst am: 27. 02. 2008 [12:28]
peggy
Knoedler-Pasch
Themenersteller
Dabei seit: 27.02.2008
Beiträge: 4
Hallo, liebe MitpatientInnen,
Seit September bin ich nach einer R-CHOP-Therapie "austherapiert". Mein foll.NHL (Stufe 1, Stadium 3) ist zurückgegangen (Vollremission). Das Rezidiv wurde mir allerdings von meinen behandelnden Ärzten vorhergesagt. Bloß wann, kann niemand sagen. Alternative Begleitbehandlungen bieten sich an. Aber welche? Anthroposophen empfehlen Mistel- und Hyperthermietherapie. Chinesische Mediziner Akupunktur, Homöopathen wieder etwas anderes ,etc. Was ist gut? Hat jemand von euch Erfahrung?
Liebe Grüße
Peggy
Verfasst am: 01. 03. 2008 [16:38]
peggy
Knoedler-Pasch
Themenersteller
Dabei seit: 27.02.2008
Beiträge: 4
Hallo, Michele,
Danke für deine Antwort. Du hast recht und in gelassenen Momenten denk ich auch so: Lebensqualität fördern ohne krampfhaft nach alternativen Heilmethoden zu suchen.
Demnächst steht wieder eine Kontrolluntersuchung an, da ist man halt etwas nervös.
Herzliche Grüße und alles Gute
Peggy
Verfasst am: 03. 04. 2008 [23:08]
martink
Klingender
Dabei seit: 03.04.2008
Beiträge: 1
Hallo, Ihr Lieben!
Wenn das alles so einfach wäre; ich hab die Diagnose seit Ende März und lese mir seither die Augen wund über das Thema; ich denke, dass man/frau alle Möglichkeiten der Unterstützung der körpereigenen Abwehr nutzen muss! Und dieser Kampf geht im Kopf los. Aber klar muss man auch wachsam sein. Mistel soll das Wachstum von Krebszellen noch fördern, denn es fördert die gesunden Abwehrzellen auch. Aber nachweisen? Es muss viel mehr Austausch untereinander her - unter allen Betroffenen und Behandelnden. Herzlichen Gruß und viel Mut,
Martin
Verfasst am: 16. 04. 2008 [21:57]
karwendelchristl
**
Dabei seit: 10.02.2008
Beiträge: 90
Hallo Ihr Lieben !
Auch ich habe die Behandlung (8 x R-CHOP) hinter mir und frage mich natürlich auch immer : was kann ich tun, dass das Rezidiv (das wohl in jedem Fall kommt) möglichst sehr spät kommtMan soll essich gutgehen lassen, sagt man. leicht gesagt !
Das mit der Mistertherapie stimmt, lieber Martin. Davon wird bei NHL dringendst abgeraten. Ich bin sowieso ein Mensch, der nicht allzuviel von den alternativen Heil-Methoden bei Krebs hält.
Ich hatte das Glüc während meiner Watch and Wait Phase (ca. 1,5 Jahre), dass sich mein Turmor spontan von 10 cm Durchmesser auf 6 cm verkleinerte.Ich war natürlich super froh und fragte den Arzt, woran das wohl liegen mag.Er meinte, wenn man das wüsste, wäre man einen großen Schritt weiter. Ich habe in dieser Zeit sehr bewusst gelebt und immer positive Geanken gehabt.
Leider war nach einen halben Jahr der Tumor wieder genau so groß, wie vorher. Was habe ich wohl falsch gemacht. Nichts, meint der Arzt.
Leider weiß niemand, was das körpereigene Immunsysem positiv beeinflusst.

Jetzt habe ich wieder viel geschrieben. Sorry !

Viele Grüße
Chrisitne
Verfasst am: 13. 06. 2008 [18:23]
walter
Reinhardt
Dabei seit: 13.06.2008
Beiträge: 3
Hallo Peggy,

ich habe ein foll. NHL Stadium IVA. Es begann mit einer ca 3 cm grossen Beule am Kopf, die man dann operativ entfernte im Januar 2007. Nach 4 wochen war sie wieder da, und auch der histologische Befund bzgl NHL. Dann kam noch CT, PET , Knochenmark, mit eben der Diagnose NHL IVA, weil Befall von Knochenmark, sowie multiple Vergrösserungen von LK im Abdomen. Zunächst meinte der Onkologe noch "wait and watch", nach dem Vorliegen der PET empfahl er dann aber doch R-CHOP und Antikörper. Das war im April. Ich hatte dann in der Zwischenzeit von einer Bekannten gehört, die in der klinik santa croce in Orselina in der Schweiz in Behandlung war.Diese Klinik ist auf die homöopathische Behandlung von Krebskrankheiten spezialisiert. Dort wollte ich nun auch hingehen und bat deshalb den Onkologen um 3 Monate Aufschub. Die Zeit wollte ich mir nehmen um Alternativen zu klären. So ging ich dann also in die Klinik, war da eine Woche, und werde seitdem telefonisch/per Mail weiter betreut. Die ersten 4 Wochen mit der EInnahme des homöopathischen Mittels tat sich nichts - aber die Beule ist wenigstens nicht mehr weiter gewachsen, so war ich schon mal froh. Dann bekam ich aber eine Erkältung, und meine Ärztin meinte dann, dass das nicht hätte sein dürfen, weil mich das Heilmittel stark machen sollte. Wir wechselten dann auf ein anderes, und innerhalb von 3 Tagen ist dann die Beule sichtbar zurückgegangen. Nach 3 Wochen war sie komplett weg. Eine CT 3 Monate später zeigte auch die drastische Rückbildung der Lymphknoten im Bauchraum. Der Onkologe war super verwundert, aber freut sich nun mit mir. Ich bin nun noch alle 6 Monate bei ihm zur Kontrolle, und telefoniere/maile so alle paar Wochen mit der Ärztin, die mir weiterhin Heilmittel schickt.

Nun hoffe ich dass das so weitergeht, und beim nächsten CT dann endlich gar nichts mehr nachzuweisen ist - hoffentlich.

Die Klinik findet Ihr unter www.clinicasantacroce.ch

Liebe Grüsse, Walter
Verfasst am: 14. 06. 2008 [10:16]
peggy
Knoedler-Pasch
Themenersteller
Dabei seit: 27.02.2008
Beiträge: 4
Hallo, Walter,
DANKE für dieses hoffnungsvollen Brief! Ich habe ja genau gleichzeitig 2007 die R-CHOP Behandlung gehabt, bin nun ohne Befund, aber auch ohne (für mich) beruhigende Begleittherapie, d.h. ich mach zur Zeit "gar nix", außer "mein Leben genießen", wie mir die Ärzte sagten. (Und in der schulmedizin gibts für diesen Fall nur R-CHOP).Manchmal vergess ich, dass ich krank war/bin, und manchmal kommt dann doch die bohrende Frage, wann wird's wieder losgehen.
Meinst du, ich kann auch in dieser Phase in die Klinik in Orselina gehen und mich beraten? Meinst du, da gäbe es auch was für mich? Ich würde das sofort tun.
Alles gute für dich und danke nochmal füpr den guten Rat!
Peggy
Verfasst am: 16. 06. 2008 [08:37]
walter
Reinhardt
Dabei seit: 13.06.2008
Beiträge: 3
Hallo Peggy,

klar kannst Du Dich da jederzeit hinwenden. Die dort praktizierte klassiche homöopathische Behandlung zielt ja eh nicht unmittelbar auf EIN Krankheitsbild ab, sondern auf den ganzen Menschen. Insofern macht die Behandlung immer Sinn. Ich würde also erst mal telefonieren zur Info, dann einen Termin zur Anamnese, und dann brav die Kügelchen/Flüssigkeit nehmen :icon_smile.gif). Danach braucht man ja nur noch telefonisch oder per Mail immer wieder eine Abstimmung (der Symptome, Veränderungen etc).

LG Walter

Verfasst am: 16. 06. 2008 [13:12]
i.nauels
DLH-Geschäftsstelle
Dabei seit: 06.09.2006
Beiträge: 11
Hallo,
"Schulmedizin" und "Alternative Medizin" sollten sich im günstigsten Falle ergänzen.
Wenn eine "klassische Therapie" medizinisch notwendig erscheint, kann sie bisher, wissenschaftlich fundiert, durch keine Alternativen ersetzt werden, was natürlich unterstützende, ergänzende Maßnahmen nicht ausschließt. Gerade bei follikulären Lymphomen sind aber spontane Rückbildungen durchaus bekannt.
Jeder Patient muss selbstverständlich eigenverantwortlich eine Therapieentscheidung treffen, sollte jedoch immer alle Maßnahmen mit den behandelnden Ärzten besprechen.
Gruß das DLH-Patientenbeistand-Team


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.06.2008 um 14:13.]
Verfasst am: 16. 06. 2008 [17:59]
walter
Reinhardt
Dabei seit: 13.06.2008
Beiträge: 3
Hallo an das DLH Patientenbeistand-Team,

ich denke auch, dass der Patient das sehr eigenverantwortlich und bewusst entscheiden muss. Gerade bei wait & watch ist es aber nicht so schwierig, sich "in der Wartezeit" eben Gedanken über alternative Behandlungen zu machen. Die follikulären Lymphome haben ja den "Vorteil", dass sie niedrig agressiv sind, somit etwas Zeit bleibt.
Die angesprochene Klinik verteufelt aber auch gar nicht die klassische Therapie mit Chemotherapie, besonders bei agressiven Tumorerkrankungen, bei denen es zunächst darum geht, die Progression zu verlangsamen. Dort arbeiten dann klassische und alternative Therapieen Hand in Hand.

Grüsse, Walter




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