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Thema mit vielen Antworten

Schwerbehinderung


Autor Nachricht
Verfasst am: 30. 09. 2009 [15:26]
birgitbz
*
Themenersteller
Dabei seit: 17.07.2009
Beiträge: 29
Hallo ihr alle,

nachdem ich das Thema Schwerbehindertenantrag nun schon seit fast 3 Jahren vor mir herschiebe, habe ich mich MItte August endlich aufgerafft und habe den Antrag recht formlos in einer Beratungsstelle unterschrieben. Heute, nach ca 6 Wochen habe ich den Bescheid schon vorliegen- mir wurde aus dem Stand 50 % bewillgt. Ich hatte mich schon innerlich auf Widerspruch u.a. eingerichtet und jetzt ist alles schon durch.
Kann es gar nicht glauben. Am meisten freue ich mich auf mehr Urlaub und frühere Rente.
Der Bescheid wurde unbefristet erteilt, muss also nicht andauernd wieder zu Ärzten.

Als anerkannte Krankheiten wurden berücksichtigt: Wirbelsäulenleiden/ET/Bluthochdruck.

Alles Liebe

Birgit

Birgit*61, ET s.03, PegIntron
Verfasst am: 02. 10. 2009 [12:40]
dani
*
Dabei seit: 20.07.2009
Beiträge: 29
Liebe Birgit,

das ist ja toll, dass der Schwerbehindertenantrag so problemlos durchgegangen ist. Hast Dich sicherlich schon auf jede Menge Widerstand eingerichtet.

Wie kommt an das Formular und was ist denn der erste SChritt, wenn man das Thema Schwerbeschädigung angehen muss. Sicherlich als erstes eine Bescheinigung des Arztes? Bislang ist es bei mir noch nicht soweit, aber ich möchte mich natürlich rechtzeitig darüber informieren, denn ich werde sicherlich auch irgendwann vor diesem Thema stehen.

Sei lieb gegrüsst
Dani

Daniela,*1969, ET seit 2007, Pegintron 80mg im Intervall von 10 Tagen
Verfasst am: 02. 10. 2009 [20:26]
birgitbz
*
Themenersteller
Dabei seit: 17.07.2009
Beiträge: 29
Hallo Dani,

das ist wirklich ganz einfach. Ich bin zu so einer Sprechstunde der Stadt gegangen, da musst du dann den Antrag eigentlichg nur unterschreiben, deine Ärzte angeben und den Rest holen die sich dann von den Ärzten. Du musst also weder vorher zum Arzt und ihn informieren, noch zu einer gesonderten Besprechung o.ä. Dein Hausarzt/oder sonstiger Arzt bestätigt einfach dass, was er über dich weiß/in seinen Unterlagen hat und das wars dann.
Habe keine Ahnung, was mein Arzt genau geschrieben hat, aber muss wohl gereicht haben.
Das ganze hat mich vielleicht 10 Minuten beim Amt gekostet, mehr nicht.

Alles Liebe

Birgit

Birgit*61, ET s.03, PegIntron
Verfasst am: 06. 10. 2009 [21:29]
josie
Rohrbach
Dabei seit: 06.10.2009
Beiträge: 15
Hallo ihr alle,
erstmal kurz vorstellen: mir wurde letzte Woche mit knapp 41 J. die Diagnose OMF erstellt. Auswirkungen bis jetzt "nur" fortgeschr. Fibrose, Milzvergrösserung durch ex.Blutbildung (Länge: 20 cm) und Anämie. Dadurch starke Leistungsminderung, Müdigkeit, Schlappheit...
Was ich eigtl. sagen wollte: Den Antrag auf Anerkennung Schwerbehinderung kann man sich auch im Internet runterladen.
www.versorgungsaemter.de (hab versucht den Antrag anzuhängen, keine Ahnung ob das klappt)
Dort entspr. Bundesland anwählen und unter Downloads den Antrag runterladen, ausfüllen (ist auch für Nicht-Bürokraten nicht so schwierig und ans zuständige Versorgungsamt schicken.
@Birgitbz, Thema Rente: Mein Arzt hat mir direkt gesagt, dass ich mich mit dieser Krankheit sofort berenten lassen kann (was mich im ersten M. natürlich schon geschockt hat) Mein grösstes Problem ist derzeit dass ich es nicht mehr schaffe, neben Vollzeitjob auch noch Haushalt und 2 Kindern (15 und 7) gerecht zu werden, die Energien reichen einfach nicht mehr. Deshalb werde ich das mit der Rente auch probieren, kenn mich da aus da ich beruflich Rentenanträge entgegennehme und ausfülle. Was viele nicht wissen: man kann bei Erwerbsminderung auch eine Teilrente i.A. nehmen (1/4, 1/2 oder 3/4) und im Rahmen der induviduellen Hinzuverdienstgrenze noch arbeiten gehen. Genau das strebe ich an, da ich auch nicht den ganzen Tag zu Hause rumgrübeln möchte.
Wenn Jemand Fragen in die Richtung Rente hat stehe ich gerne zur Verfügung
Grüsse

Ute, *1968, IMF/PMF 09/2009, watch and wait
Dateianhang

erstantrag.doc (Typ: application/msword, Größe: 149.5 Kilobyte) — 0 mal heruntergeladen
Verfasst am: 07. 10. 2009 [18:38]
birgitbz
*
Themenersteller
Dabei seit: 17.07.2009
Beiträge: 29
Hallo Josie,

da warst du sicher erst mal geschockt, mit deiner Diagnose. Hoffe du hast einen guten Hämatologen, der dein Krankheitsbild auch kennt. Bin selber ETler und kenne mich mit OMF nicht so gut aus.

Mir geht es aber ähnlich wie dir, bin oft müde und wenn ich von der Arbeit komme, so kaputt, dass ich schon große Probleme habe mich noch aufzuraffen, Haushalt und Co(habe 2 sehr arbeitsintensive Teenager) noch zu bewältigen. Habe meine Arbeitszeit daher auf 80 % reduziert (hatte auch schon mal auf 65 % reduziert, aber das war dann finanziell auf Dauer nicht tragbar.

Insoweit würde es mich schon interessieren, ob es hier Möglichkeiten gäbe, die Arbeitszeit vielleicht wieder auf 65 % zu reduzieren und die finanziellen Nachteile über eine Teilrente auszugleichen. Die 5 Tage Urlaub die ich jetzt mehr bekomme, sind sicher auch schon eine große Hilfe für mich.
Es gibt auch zwischendurch immer mal Tage, da bin ich wieder energiegeladen wie früher, an anderen komme ich um 15.00 Uhr nach Hause und bin stehend k.o.

Wünsche dir viel Erfolg bei deiner Verrentung und alles Gute für dich.

Birgit

Birgit*61, ET s.03, PegIntron
Verfasst am: 07. 10. 2009 [20:53]
josie
Rohrbach
Dabei seit: 06.10.2009
Beiträge: 15
Hallo Birgit,
geschockt war ich schon obwohl ich schon so was erwartet habe. Jetzt, da ich es sicher weiss kann ich aber endlich reagieren.
So nun zur Rente:
Am besten besorgst du dir bei deinem Rentenversicherungsträger eine Auskunft über Erwerbsminderungsrente. Wenn dein Vers.konto geklärt ist dürfte das ziemlich schnell gehen. Du kannst auch mal bei deiner Stadtverwaltung anfragen ob die dort Rentensprechtage haben, da kannst du dir dann einen Termin geben lassen und angeben dass du diese Erw.minderungsrenten-auskunft brauchst; dort wirst du dann auch beraten wenns nötig ist. Aus dieser Auskunft kannst du die Höhe der Rente ersehen. Ausserdem wird da deine individuelle Hinzuverdienstgrenze aufgeführt falls du deine Rente nur zum Teil in Anspruch nimmst oder nur eine Teilrente gewährt wird (auch dass gibts, falls du nicht voll erwerbsgemindert bist).
Es bedeutet nicht automatisch falls du die halbe Rente nimmst dass du dann nur noch halbtags arbeiten darfst, kommt eben auf den Verdienst und deine Grenze an. Bei mir ist es z.B. so dass ich mit 3/4-Rente noch ca. 16 Std./Woche arbeiten könnte. Würde mir auch reichen und hätte keine finanzielle Einbußen.
Also das ganze erst mal abchecken rein finanziell und dann evt. den nächsten Schritt, d.h. Rentenantrag. Wenn du soweit bist können wir ja nochmal "schreiben", wird sonst hier zu lang. Denke aber das könnte andere auch interessieren, deshalb nicht per Pin.
Voerst mal -drüber nachdenken-
Gruss


Ute, *1968, IMF/PMF 09/2009, watch and wait
Verfasst am: 10. 10. 2009 [20:22]
birgitbz
*
Themenersteller
Dabei seit: 17.07.2009
Beiträge: 29
Hallo Josie,

danke für deine Infos. Werde das erstmal bei mir so abspeichern. Im Moment bin ich noch nicht so weit, aber es ist schön zu wissen, dass es da vielleicht noch Möglichkeiten gibt, wenn die Leistungsfähigkeit weiter sinken sollte.

Für dich alles Gute und dass deine Werte auch noch lange im grünen Bereich bleiben.
Bzgl.deiner Milz- meine Milz ist letzte Woche das erste Mal (nach 6 Jahren ET) geschallt worden. Ich kann mich auch erinnern dass ich früher mal häufiger ein unangenehmes Druckgefühl unterhalnb der Brust hatte- kann die Milz gewesen sein- muss aber nicht. Nehme jetzt seit einigen JAhren Interferon und ob es nun daran liegt weiß ich nicht- meine Milz hat auf jeden Fall derzeit eine normale Größe und macht mir keine Beschwerden.
Meines Wissens kann das Interferon bewirken, dass die Milz wieder kleiner wird- da meine Milz nie vorher geschallt wurde, weiß ich nicht wirklich ob das bei mir zutrifft.

Schönes Wochenende.

Birgit

Birgit*61, ET s.03, PegIntron
Verfasst am: 24. 10. 2009 [09:56]
josie
Rohrbach
Dabei seit: 06.10.2009
Beiträge: 15
Nochmal Thema Schwerbehinderung:

In der letzten DHL-Zeitung wurde auf einen Link hingewiesen. In diesen "Versorgungsmedizinischen Grundsätzen" ist eine "Liste" oder Tabelle enthalten wie viel Prozente es bei versch. Krankheiten gibt. Ab Seite 76 sind die Erkrankungen des blutbildenden Systems (u.a. auch PV, ET, OMF) aufgeführt. Man kann hier also ziemlich genau ablesen wieviel Prozente man erwarten kann. Hab die Verordnung angehängt.
Im übrigen brigen einem die Prozente auch Steuervorteile, denn ab 25 % steht ein Freibetrag zu den man sich auch im Voraus auf die Steuerkarte eintragen lassen kann (mindert die monatliche Steuerbelastung). Mit Bescheid vom Versorgungsamt über die Anerkennung und der Lohnsteuerkarte erstmal zum Finanamt, Freibetrag eintragen lassen. In den Folgejahren sollte dann der Freibetrag automatische auf der Lohnsteuerkarte sein (funzt aber nicht immer)
Was auch interessant ist: Den Freibetrag erst im Oktober für die Monate Nov und/oder Dez. eintragen lassen falls es Weihnachtsgeld gibt -dann wird der Freibetrag nicht durch 12 sondern eben nur durch 1 oder 2 Monate geteilt - rentiert sich dann echt.
Bin der Meinung wenn wir schon so ne Krankheiten haben wenigstens die wenigen finanziellen Vorteile abschöpfen.
Gruss
Ute

Ute, *1968, IMF/PMF 09/2009, watch and wait
Dateianhang

GdB-Verordnung.pdf (Typ: application/pdf, Größe: 888.27 Kilobyte) — 0 mal heruntergeladen
Verfasst am: 22. 10. 2013 [20:13]
polyvera
*
Dabei seit: 07.12.2010
Beiträge: 27
Hallo

Wie wörtlich wird das in der Praxis umgesetzt?
Ich zitiere zum Thema GdB bei Polycythamia Vera:

mit starken Auswirkungen (z. B. schwere Anämie, ausgeprägte
Thrombozytopenie, starke Milzvergrößerung,
Blutungs- und/oder Thromboseneigung) .......................................................80–100


Muss sechmal im Jahr zum Aderlass und meine Milz ist statt 10 schon 18 cm lang (Gemessen im Feb 2013). Gutachten der Uni liegt mir vor. Stünden mir wirklich 80 bis 100 % GdB zu?

lg Thomas
Verfasst am: 28. 10. 2013 [19:38]
jule1995
Dabei seit: 13.12.2010
Beiträge: 10
Hallo,
ich habe auch wegen meiner PV sehr lange um die Anerkennung als Schwerbehinderung kämpfen müssen. Es kommt auf die Einschränkungen und Beschwerden an, die man durch die Erkrankung hat. Die musst Du darlegen. Zunächst meinte man, die Erkrankung mit all ihren Begleiterscheinungen würde nur einen GdB von 20 rechtfertigen Ich nehme z. b. Hydrea, Xagrid und ASS, bin wegen der Nebenwirkungen der Medis und der Beschwerden seit knapp 3 Jahren erwerbsunfähig, habe noch einige andere unheilbare Erkrankungen und habe erst auf dem Klageweg einen GdB von 50 unbefristet zuerkannt bekommen. Bei Anämien, Myelofribrose usw. bekommt man in der Regel einen höheren GdB. Im übrigen wird ein Steuerfreibetrag bei einem GdB unter 30 nicht gewährt! Ab GdB 50 erhält man zusätzlich noch 5 Tage Urlaub, wenn man erwerbstätig ist.
Gruß
Monika
P. S.: mein Gesamt-GdB von 50 setzt sich ja aus mehreren Erkrankungen zusammen. Der Einzel-GdB für die PV beträgt bei mir 30! Wenn ich nur diese Erkrankung hätte, hätte ich weder einen Schwerbehindertenausweis noch die 5 Tage zusätzlichen Urlaub bekommen. Ich habe auch gemerkt, wie schwer es ist, den Gutachtern den Umfang der Einschränkungen deutlich zu machen, denn leider ist unsere Krankheit auch bei Ärzten ziemlich unbekannt. Ein Orthopäde hat mich mal gefragt, wieso ich mir eigentlich einbilde, an der PV um leiden, meine Blutwerte wären doch gar nicht soooo schlecht. Auf meinen Einwand, dass ich die Werte nur mit Litalir und Xagrid erreiche, meinte er, das müsste ich gar nicht nehmen, ich wäre ja gar nicht krank banghead.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.11.2013 um 10:25.]




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