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Trotz Morbus Waldenström 1.500 km und rund 20.000 Höhenmeter quer durch Patagonien: Manfred Grimme steigt wieder gegen Blutkrebs aufs Rad

Manfred Grimme im "Carretera Austral"-Trikot
Trotz Morbus Waldenström ist Manfred Grimme immer wieder weltweit mit dem Rad unterwegs
Manfred Grimme ist trotz Morbus Waldenström weltweit mit dem Rad unterwegs
Unterm Sternenzelt - Manfred Grimme unterwegs

Im Januar 2026 bricht Manfred Grimme aus Bruchsal zu einer gut zweimonatigen Radreise auf, entlang der Carretera Austral in Patagonien – trotz seiner chronischen Blutkrebserkrankung. Was treibt jemanden dazu, 1.500 km und insgesamt rund 20.000 Höhenmeter mit dem Fahrrad zu bewältigen? „Ich möchte anderen Blutkrebsbetroffenen Mut machen, das Leben trotz der Erkrankung wertzuschätzen und nicht aufzugeben.“ Wer Manfred Grimme bei seiner spektakulären Reise virtuell begleiten möchte, kann seine Route ab dem 1. Januar 2026 über „Polarsteps“ (Website oder App) live verfolgen.

Wie alles anfing

Im Alter von 49 Jahren erhielt Manfred Grimme die Diagnose Morbus Waldenström, eine seltene Form von Blutkrebs. Die ersten Monate waren geprägt von Verzweiflung und Angst. Doch nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation und einer Chemotherapie entschloss er sich, aktiv mit der Erkrankung zu leben und anderen Betroffenen Mut zu machen.

Ein neuer Lebensabschnitt

Sein Weg führte ihn aufs Fahrrad – zunächst als persönliche Bewältigungsstrategie, später als Ausdruck von Lebensfreude und Engagement. Im Winter 2013 durchquerte er auf einer Spendenfahrt die USA von Florida bis San Francisco, über 6.000 Kilometer hinweg. Diese Reise war der Auftakt zu einem neuen Lebensabschnitt, geprägt von weltweiten Touren und dem Ziel, Aufmerksamkeit für Blutkrebserkrankungen zu schaffen.

Bis heute hat Grimme über 30 Länder mit dem Fahrrad bereist und rund 45.000 Kilometer zurückgelegt. Zu den Höhepunkten zählen der Pamir Highway in Zentralasien, der Paso Agua Negra in Südamerika, die bolivianische Salzwüste sowie der Yellowstone Nationalpark. Auch Städte wie Moskau, Berlin oder Las Vegas lagen auf seiner Route.

Etwas zurückgeben

Heute – zwanzig Jahre nach der Diagnose – beschreibt Grimme die Krankheit als eine prägende Erfahrung, die seinem Leben neue Perspektiven eröffnet hat. Er ist dankbar für die medizinische Betreuung und für jeden neuen Tag.

Mit seinen Spendenfahrten möchte Manfred Grimme auch etwas zurückgeben. Die Tour durch Patagonien soll der Selbsthilfeorganisation BLuT e.V. Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte in Weingarten zugutekommen. Die Gruppe ist Fördermitglied bei der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe. Wer die gute Sache unterstützen möchte, findet bei Polarsteps einen Link zur Spendenplattform.

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