09.09.2010
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Hochmaligne (aggressive) Non-Hodgkin-Lymphome

Die große Gruppe der malignen (bösartigen) Lymphome wird unterteilt in die Hodgkin-Lymphome und andere maligne Lymphome. Letztere werden oft auch als Non-Hodgkin Lymphome (NHL) bezeichnet. (Non = Nicht).

Hinter diesem Sammelbegriff verbergen sich ca. 30 verschiedene Arten, die sich in Verlauf und Therapie zum Teil deutlich unterscheiden. Im Laufe der Entdeckungsgeschichte der malignen Lymphome wurden verschiedene Einteilungen verwendet.

In den 70er Jahren wurde die Kiel-Klassifikation eingeführt, die die NHL grob in langsam wachsende bzw. niedrig-maligne und schnell wachsende bzw. hoch-maligne eingeteilt hat. Weltweit anerkannt ist mittlerweile die WHO-Klassifikation, die sich an neusten Erkenntnissen zur Biologie, Diagnostik und Therapie orientiert. Da man also die malignen Lymphome heute genauer definieren und insofern spezifischer behandeln kann, sollte der Begriff der Non-Hodgkin Lymphome möglichst nicht mehr verwendet werden. Stattdessen sollten diese Erkrankungen jeweils mit ihrem genauen Begriff, wie z.B. „diffus großzelliges B-Zell-Lymphom“, bezeichnet werden.

Bis sich allerdings eine völlig einheitliche Nomenklatur in der Praxis durchgesetzt hat, wird es sicher noch eine Weile dauern. Lassen Sie sich nicht verunsichern und fragen Sie Ihren Arzt nach Ihrer genauen Diagnose und der verwendeten Einteilung


Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom

Diese Gruppe macht ca. 30-40% aller Non-Hodgkin Lymphome (NHL) aus. In fast allen Regionen der Welt ist es das häufigste NHL.  Es handelt sich um schnell wachsende, bei Diagnosestellung teils fortgeschrittene Lymphome überwiegend bei älteren Menschen.

(Quelle: Manual Tumorzentrum München – Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge – Maligne Lymphome, 8. Auflage 2008; Kompetenznetz Maligne Lymphome)


Burkitt-Lymphom

Es handelt sich um ein klinisch sehr aggressives B-Zell- Lymphom, das gut auf Chemotherapie anspricht. Häufig ist ein extranodaler (außerhalb der Lymphknoten) Befall.

(Quelle: Manual Tumorzentrum München – Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge – Maligne Lymphome, 8. Auflage 2008; Kompetenznetz Maligne Lymphome)


Periphere T-Zell-Lymphome

Reife T-Zell-Lymphome sind seltene Erkrankungen und gehören zu den Lymphomen, die weltweit weniger als 12% der Non-Hodgkin Lymphome ausmachen. Es bestehen erhebliche geographische Unterschiede: so kommen T-Zell-Lymphome in Asien und Teilen Südamerikas deutlich häufiger vor als beispielsweise in Europa.

(Quelle: Manual Tumorzentrum München – Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge – Maligne Lymphome, 8. Auflage 2008; Kompetenznetz Maligne Lymphome)


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